Herausforderung
Das Wissenschaftsbarometer erhebt seit 2014 jährlich die Einstellungen der Bevölkerung gegenüber Wissenschaft und Forschung in Deutschland. 2025 stand das Projekt vor einem entscheidenden Schritt: Der Übergang von telefonischen Befragungen zu einer Online-Erhebung. Dieser methodische Wechsel sollte Reichweite, Effizienz und Repräsentativität langfristig sichern – stellte jedoch gleichzeitig eine zentrale Herausforderung dar.
Für Wissenschaft im Dialog (WiD), die verantwortliche Organisation hinter dem Wissenschaftsbarometer, war es entscheidend, die gesellschaftliche Rolle von Wissenschaft weiterhin zuverlässig abzubilden – insbesondere vor dem Hintergrund aktueller Debatten über Polarisierung, Vertrauen, Wissenschaftskommunikation und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Der Wechsel des Erhebungsverfahrens erforderte eine präzise methodische Planung, robuste Qualitätskontrollen und eine Stichprobenziehung, die weiterhin höchste Repräsentativität gewährleistet.
Vorgehen
Verian entwickelte die Konzeption für eine CAWI Erhebung über das Payback Online Access Panel und begleitete WiD eng bei der Erstellung und methodischen Prüfung des Fragebogens. Die Stichprobe wurde über ein proportionales Quotenverfahren aufgesetzt und im Juli 2025 2.011 Online Interviews durchgeführt. Mehrstufige Qualitätskontrollen sowie eine Strukturanpassungsgewichtung sorgten für valide und repräsentative Ergebnisse.
Die Studienergebnisse wurden in Form gewichteter und geprüfter Datensätze sowie in Tabellenform mit soziodemografischen Aufbrüchen bereitgestellt.
Relevanz
Das Wissenschaftsbarometer 2025 liefert zentrale Erkenntnisse über Wahrnehmungen und Erwartungen der Bevölkerung an Wissenschaft – insbesondere im Hinblick auf gesellschaftliche Polarisierung. Die Ergebnisse zeigen u. a., dass:
• ein Großteil der Bevölkerung die Gesellschaft als zunehmend polarisiert wahrnimmt,
• wissenschaftliche Informationen weiterhin eine zentrale Rolle in gesellschaftlichen Debatten spielen sollen,
• Vertrauen in Wissenschaft stabil bleibt, aber stark zwischen Bevölkerungsgruppen variiert.
Das Wissenschaftsbarometer leistet einen wichtigen Beitrag zur faktenbasierten Wissenschaftskommunikation in Deutschland.
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