Verian verbindet Forschungsexzellenz mit technologischer Innovationskraft. Unser Data Innovation Hub vernetzt uns mit starken Tech-Partnern wie Inspirient, um Analysen zu beschleunigen und Qualität zu sichern. Gleichzeitig setzen wir Künstliche Intelligenz (KI) gezielt und verantwortungsvoll ein – mit klaren Leitplanken, transparenter Methodik und dem Anspruch, menschlichen Input nie zu ersetzen.
Unsere Mission ist es, Entscheidungen zu unterstützen, die die Welt positiv verändern. Dazu brauchen öffentliche Institutionen robuste, inklusive und nachvollziehbare Evidenz, gerade in Zeiten von Polarisierung und Desinformationen. Neueste technologische Ansätze und insbesondere moderne KI-Werkzeuge eröffnen hier neue Möglichkeiten im gesamten Forschungsprozess von der Konzeption über die Datenerhebung bis hin zur Analyse und Auswertung.
Im Verian Data Innovation Hub übersetzen wir Data-Science-Ansätze, Automatisierung und KI in konkrete Sozialforschung. Wir kooperieren gezielt mit spezialisierten Start-ups und Technologiepartnern, testen neue Werkzeuge entlang realer Anwendungsfälle und bringen Lösungen zügig in die Praxis – von automatisierter Datenprüfung bis hin zu neuen Erhebungsmethoden.
Kooperation mit Inspirient
Mit unserem Partner Inspirient haben wir in den letzten Jahren zahlreiche automatisierte Lösungen umgesetzt, um die Prüfung und Analyse von Sozialforschungsdaten zu automatisieren, in ihrem Detailgrad zu vertiefen und mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) und Machine Learning (ML) weiter zu verbessern.
Das intelligente Frühwarnsystem für maximale Interview-Qualität
Gründlich allein reicht nicht. In der Interviewerkontrolle bei mündlich-persönlichen Befragungen entscheidet auch die Geschwindigkeit. Je früher Auffälligkeiten erkannt werden, desto sicherer lassen sich Fallzahlen, Feldzeit und Datenqualität gewährleisten.
Der CAPI-Radar ist unser automatisiertes Frühwarnsystem für Face-to-Face-Interviews. Er basiert auf den Paradaten der eingehenden Interviews – also auf allen im Hintergrund erfassten Prozessinformationen wie Zeitstempeln, Interviewdauer, Start- und Endzeiten, Geodaten oder Bearbeitungsmustern.
Täglich prüft das System sämtliche eingehenden CAPI-Interviews auf Plausibilität, gewichtet definierte Kriterien und ermittelt eine klare Verdachtsstärke auf Projekt- und Interviewer-Ebene.
Analysiert werden unter anderem:
Ergänzend werden mindestens 10 % aller Interviews routinemäßig schriftlich und/oder telefonisch kontrolliert.
Bei Auffälligkeiten erfolgt die direkte Anbindung an unsere Kontrollprozesse, von telefonischer Verifikation über Nachschulung bis zur Datenbereinigung. Das Ergebnis: Früherkennung auf Basis von Paradaten für nachweislich sichere und belastbare F2F-Daten.
KI ist für uns ein Verstärker menschlicher Expertise, aber kein Ersatz. Wir setzen sie dort ein, wo sie Evidenz schneller, breiter oder präziser zugänglich macht: in der Datenbereinigung, Qualitätskontrolle, beim Generieren von Code für Analysen, bei thematischer Verdichtung großer Textmengen oder der Vertextlichung komplexer Sachverhalte. Dabei gelten für unsere Mitarbeitenden klare Prinzipien: Transparenz, Qualitätskontrolle, Datenschutz, Fairness und menschliche Aufsicht an allen kritischen Punkten.
Neben unseren internen KI-Richtlinien orientieren wir uns an branchenspezifischen Richtlinien z. B. von ADM, ASI, BVM und DGOF in Deutschland oder von ESOMAR und der Europäischen Kommission.
SurveyMind ist unser KI‑gestütztes Analyseangebot für sozialwissenschaftliche Studien, das es unseren Auftraggebern ermöglicht, über eine sprachgesteuerte Chatbot-artige Benutzeroberfläche ihre Daten noch tiefer zu explorieren. SurveyMind beantwortet Ad‑hoc‑Fragen in Alltagssprache, unterstützt die systematische Exploration von Daten und generiert auf Wunsch direkt nutzbare Texte, etwa eine Executive Summary, Pressemitteilung oder ein Social Media‑Post.
SurveyMind zeichnet folgendes aus:
SurveyMind hat das Potenzial, sowohl bei Forschungsinstituten als auch bei Auftraggebenden den Prozess der Datenanalyse deutlich effizienter und zugänglicher zu gestalten:
SurveyMind wurde bereits mehrfach auf der General Online Research-Konferenz (GOR) präsentiert. Vorgängerversionen wurden als Finalist bei der „Innovation of the Year“ (MRS) und Gewinner des „KI‑Forum Pitch 2024“ von DGOF/marktforschung.de ausgezeichnet.
Sogenannte synthetische Stichproben, also von KI erzeugte Umfrageantworten, werden teils als schnelle Alternative zu realen Befragungen diskutiert. Unsere Position ist klar: Für öffentliche Politik und demokratisch relevante Forschung sind synthetische Antworten kein Ersatz für reale Befragte. Gründe sind u. a. mangelnde Transparenz der Trainingsdaten und Prompt-Strategien, Replizierbarkeitsprobleme, mögliche Verzerrungen sowie die fehlende statistische Brücke von Modell-Outputs zu belastbaren Populationsparametern. Außerdem halten wir den Einsatz von synthetischen Daten nicht immer mit dem demokratischen Auftrag der Sozialforschung vereinbar.
Wo synthetische Daten sinnvoll sein können:
Wir sind jedoch der Meinung, dass keine Entscheidung auf Grundlage von synthetischen Daten ohne Validierung an echten Menschen getroffen werden sollte – insbesondere in Verwaltung und Politik, wo sie Einfluss auf reale Bürgerinnen und Bürger hat.
Lesen Sie unsere Stellungnahme zu synthetischen Stichproben hier.
Ob automatisierte Datenanalyse, intelligente Qualitätssicherung oder verantwortungsvoller KI-Einsatz – wir zeigen Ihnen, wo Technologie sofort Mehrwert für die Sozialforschung schafft und wie wir sie sicher und transparent integrieren.